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Die Pharma-Kampagne engagiert sich für das Menschenrecht auf Gesundheit und für gesunde Lebensbedingungen. Außerdem setzen wir uns für eine gute und global gerechte Gesundheits- und Arzneimittelversorgung und für unabhängige Gesundheitsinformationen ein.
Wir sind international vernetzt, zetteln Kampagnen an und mischen uns ein in Brüssel, Berlin, Genf und anderswo: Für eine Arzneimittelpolitik, die den Bedürfnissen der PatientInnen in Süd und Nord gerecht wird. Mehr

Allein in Deutschland sterben jährlich rund 30.000 Menschen an unerwünschten Nebenwirkungen von Medikamenten. Falscher Arzneimittelgebrauch, Fehlverschreibungen und auch lasche Standards bei der Zulassung von Arzneimitteln schaden PatientInnen – in Süd und Nord.

Wir haben was dagegen: Unabhängige Arzneimittelinformation und eine kritische Beobachtung der Arzneimittelmärkte weltweit. Unterstützen Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende!

Vor kurzem wurde ein großer Projektantrag, der unsere Arbeit für die nächsten drei Jahre nachhaltig gesichert hätte, abgelehnt. Damit ist die Arbeit der Pharma-Kampagne für 2018 gefährdet. Ist Ihnen ein unabhängiger Blick auf die globale Gesundheitspolitik wichtig? Wollen sie eine kritische Stimme im Kampf für eine global gerechte Arzneimittelversorgung? Dann unterstützen Sie uns mit einem Pharma-Brief Abonnement, mit einer Spende oder mit einer Fördermitgliedschaft.

Mit dem Projekt „Innovation und Verantwortung – Soziale Patentverwertung in NRW“ setzen wir uns dafür ein, dass Hochschulen ihre Erfindungen auch für Menschen in ärmeren Ländern rund um den Globus nutzbar machen.

Neue Broschüre:
Equitable Licensing & Global Access: Lizenzpolitik & Vertragsbausteine

Autorin ist Prof. Dr. Christine Godt, Rechtswissenschaftlerin und ausgewiesene Expertin für Europäisches Wirtschaftsrecht und Geistiges Eigentum. Sie hat bereits 2010 erstmals für den deutschen Sprachraum eine Handreichung zum Equitable Licensing für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Technologietransfer veröffentlicht. In Zusammenarbeit mit unserem Projekt www.med4all.org legen wir nun eine erweiterte und vollständig aktualisierte Fassung vor.

Wir bieten Ihnen neue praxisorientierte Informationen zu Equitable Licensing. Das Verfahren macht Erfindungen öffentlicher Forschungseinrichtungen für möglichst viele Menschen verfügbar. Das ist besonders im Bereich der Forschung an Arzneimitteln und Impfstoffen von globaler Bedeutung. Mit anderen Worten: Neben einer gewinnorientierten Verwertung bietet sich hier für den Transfer ein zweites Standbein: die ergebnisorientierte Verwertung

Obwohl die Weltgesundheitsorganisation WHO die Tuberkulose-Epidemie schon vor fast 25 Jahren zum globalen Gesundheitsnotstand erklärt hat, ist und bleibt die Seuche ein gravierendes globales Problem. Es ist an der Zeit, dieser Krankheit endlich die öffentliche Aufmerksamkeit zu schenken, die ihr aufgrund der hohen Sterblichkeit zukäme. Ein Pharma-Brief spezial und Bildungsmaterialien wollen ein tiefergehendes Verständnis für die Armutskrankheit Tuberkulose wecken und anhand aktueller Daten und Fakten den globalen Handlungsbedarf deutlich machen. (Foto: F. Mayser)

Seit mehr als 30 Jahren sind kaum neue antibiotische Wirkstoffe entwickelt worden. Die Pharmaindustrie zeigt wenig Interesse an der Antibiotika-Forschung. Diese ist nicht lukrativ, denn neue Antibiotika sollen nur so selten wie möglich verordnet werden. Ein globaler Forschungsfonds kann Abhilfe schaffen. Er sorgt dafür, dass erfolgversprechende Forschungsprojekte gezielt unterstützt werden und neue Antibiotika ohne Patente und somit kostengünstig hergestellt werden können.
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Foto: istock.com / AntonioGuillem

Bei Asthma handelt es sich um eine chronische, entzündliche Atemwegserkrankung, die durch anfallsartig auftretende Atembeschwerden gekennzeichnet ist. In der Zeit zwischen den Anfällen wird die Atemfunktion jedoch als völlig normal empfunden.

Herbeiführt werden die Atembeschwerden durch eine Verengung der Atemwege. Diese Verengung, die früher allein auf die Verkrampfung der glatten Muskeln der Bronchien zurückgeführt wurde, wird auch von Schleimhautschwellungen in den Bronchien sowie durch den Schleim an sich verursacht.

Bereits der griechische Arzt Hippokrates (etwa 460 bis 370 v. Chr.) verwendete den Begriff Asthma für Atemnot und vorübergehende Kurzatmigkeit. Wörtlich bedeutet das altgriechische Wort Asthma so viel wie "keuchen". So sind dann auch eine keuchende Atmung, oft zusammen mit Husten, Atemnot und einem Beklemmungsgefühl, die Hauptzeichen für die Krankheit.

Die Global Initiative for Asthma (GINA) hat den jährlichen Weltasthmatag ins Leben gerufen, um Aufmerksamkeit für die weltweit verbreitete Krankheit zu erreichen.

Der Fokus liegt auf der Möglichkeit, die eigene Erkrankung unter Kontrolle zu bringen und zu halten. Mithilfe geeigneter Behandlung, so lautet die Botschaft, kann die überwiegende Mehrheit der Patienten mit der Atemwegserkrankung gut leben. Denn: "Jeder Tag sollte ein Tag ohne Asthma sein".

300 Millionen Menschen weltweit leiden unter Asthma. In den letzten zwanzig Jahren hat sich die Häufigkeit von Asthmaerkrankungen sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen vervierfacht. Eine Zunahme der Asthmahäufigkeit ist vorwiegend in den industrialisierten und vom westlichen Lebensstil geprägten Regionen der Erde zu beobachten. Die Ursache liegt vermutlich in einer fehlenden Auseinandersetzung mit Reizen der natürlichen Umwelt.

Die überwiegende Mehrheit der jüngeren Asthmapatienten leidet unter einem allergischen Asthma. Wie bei allen Allergien reagiert der Körper auf einen an sich harmlosen Stoff mit einer überzogenen Abwehrreaktion. Die Allergene führen bei einem allergischen Asthma nicht zu Schnupfen oder Augentränen wie beim Heuschnupfen, sondern reizen die Bronchialschleimhaut so sehr, dass es zu Atemnot kommt.

Auch Erwachsene können eine Überempfindlichkeit des Bronchialsystems durch Umweltkontakte entwickeln. Dazu zählt beispielsweise das sogenannte Berufsasthma, eine Krankheit, die häufig bei Bäckern oder Tierpflegern auftritt.

Beim nicht-allergischen Asthma sind es ganz unterschiedliche Reize, die die überempfindliche Bronchialschleimhaut angreifen und so zu Asthmaanfällen führen. Unspezifische Auslöser sind beispielsweise kalte Luft, Nebel und insbesondere Anstrengung.

Auch virale oder bakterielle Infekte können zu Asthmaanfällen führen, die häufig sehr stark sind. Medikamente sind ebenfalls mögliche Asthmaauslöser, z.B. Acetylsalicylsäure, einige Rheumamittel sowie Bluthochdruckmittel, die Wirkstoffe aus der Gruppe der so genannten Betablocker enthalten.

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Zahlreiche Studien zeigen dass du deine Darmflora und damit deine Gesundheit verbessern kannst, indem du Lebensmittel zu dir nimmst, die reich an Probiotika sind. Es gibt Studien die belegen, dass gewisse Krankheiten und sogar Übergewicht von einer schlechten Darmflora ausgehen können.

Die Wissenschaft hat erst vor kurzem begonnen, die Bedeutung der Darmbakterien und ihre Rolle für die menschliche Gesundheit zu entdecken. Während weiter geforscht wird finden wir heraus, dass unsere Darmflora mehr tut als nur unser Essen zu verdauen. Von der Gesundheit des Gehirns, über den Blutdruck bis zur Funktion des Immunsystems, und alles dazwischen – Darmbakterien tun sehr viel für uns.

Hier nur einige Gründe, warum du mehr Probiotika zu dir nehmen solltest:

Zahngesundheit. Das Bakterium Lactobacillus reuteri, welches an der Milchsäuregärung beteiligt ist, tötet schlechte Bakterien ab, die Karies und Zahnfleischerkrankungen verursachen.

Durchfall wird vorgebeugt. Durchfall kommt häufig vor wenn man Antibiotika nimmt. Das Medikament zerstört die gesunden Bakterien in deinem Darm. Mehr Probiotika aufzunehmen verhindert das und hält deinen Darm gesund.

Atemwegsinfektionen werden reduziert. Wie es genau funktioniert ist noch unklar, aber Probiotika im Darm scheinen die Häufigkeit von Atemwegsinfektionen (zB Erkältungen) zu reduzieren.

Niedrigerer Blutdruck. In Studien wurde gezeigt dass das Bakterium Lactobacillus reuteri den Blutdruck bei den Teilnehmern senkte (im Vergleich zur Placebogruppe).

Ekzeme werden verhindert. Die juckende, unangenehme Hauterkrankung kann bei Babys verhindert werden, wenn Mütter in der Schwangerschaft Probiotika zu sich nehmen.

Der Darm wird beruhigt. Eine Reihe von Verdauungsstörungen ist mit Probiotika behandelbar. Es gibt Hinweise darauf, dass der Konsum von mehr Probiotika bei der Behandlung eines Reizdarmsyndroms, Darminfektionen, Gastroenteritis und sogar der entzündlichen Erkrankungen Morbus Crohn und Colitis hilfreich sein kann.

Gesundheit des Gehirns. Eine der neuesten und aufregendsten Gebiete der Forschung bringt Darmbakterien mit dem Gehirn in Verbindung. Forschungen ergaben, dass alles was in deinem Darm lebt, Einfluss auf die Entwicklung und Struktur deines Gehirns hat. Man spricht oft vom “Bauchgefühl”, vom zweiten Gehirn. Wir haben schon oft gehört dass wir uns darauf verlassen sollen, wenn wir eine wichtige Entscheidung treffen müssen.

Es wird geschätzt, dass 50% unserer Neurotransmitter im Darm produziert werden. Darunter auch Serotonin, das sogenannte Glückshormon.

Jetzt wo du weißt wie wichtig deine Darmflora ist, möchtest du sicherlich fermentierte Lebensmittel und Getränke in deine Ernährung aufnehmen. Wenn du Sauerkraut und Essiggurken nicht magst, gibt es viele andere Alternativen. Es gibt eine Menge fermentierter Getränke die du für Smoothies verwenden kannst, um mehr Geschmack und Nährstoffe hinzuzufügen. Viele sind in Naturkostläden zu finden und nicht schwer selbst zu machen.

Die folgende Liste an Fermentierten Lebensmitteln soll dir die mögliche vielfallt zeigen:

Kefir. Kefir ist ein fermentiertes Getränk das in seiner traditionellen Form dem Jogurt sehr ähnlich ist. Er wird durch die Fermentation von Milch mit Hefe und Bakterien hergestellt. Er schmeckt wie Joghurt, die Konsistenz ist aber dünner. Man kann Kefir auch aus Kokosnussmilch oder Wasser anstelle von Milch herstellen. Alle Arten von Kefir sind leicht herzustellen. Es ist ein gutes Startprojekt, wenn du noch nie ein fermentiertes Getränk selbst gemacht hast.

Kombucha. Dieser fermentierte Tee ist seit Jahren ein großes Schlagwort was gesunde Lebensmittel angeht. Kombucha benötigt eine Stammkultur an Bakterien und Hefe (bekannt als SCOBY = symbiotische Kultur von Bakterien und Hefe). Diese Stammkultur beginnt nach Zugabe von Zucker den Fermentationsprozess. Der Geschmack von Kombucha reicht von wenig bis stark sauer, je nachdem was hinzugefügt wird und wie lange fermentiert wird.

Jun Tee. Ein fermentiertes Stärkungsmittel aus grünem Tee und Honig, ähnlich wie Kombucha. Die Geschichte des Jun Tee ist etwas unklar. Manche sagen es ist ein altes, spirituelles Elixier aus dem Himalaya. Dort soll es von Mönchen und Krieger-Nomaden gebraut worden sein. Stell es dir als eine Light-Version von Kombucha vor.

Kwass. Kwass ist ein traditionelles, fermentiertes Getränk aus Russland. Als Grundlage für die Mikroorganismen wird typischerweise Brot verwendet. Der Geschmack von traditionellem Kwass ist ähnlich wie Bier, aber der Alkoholgehalt ist minimal (weniger als ein halbes Prozent). Manchmal wird es mit Früchten oder Süßungsmitteln aromatisiert. Es kann anstatt mit Brot auch mit Gemüse, zum Beispiel Rüben oder Karotten, hergestellt werden. Rüben-Kwass ist in den letzten Jahren sehr populär geworden.

Fermentierte Limonade. Anstatt übermäßig gesüßte Limonade zu kaufen, kannst du zu Hause deine eigene leckere, fermentierte Limonade herstellen. Rezepte für hausgemachte Orangenlimonade, Ginger Ale, Malzbier, Zitronen-Limetten-Limonade und andere sind leicht zu finden. Die meisten erfordern nur wenige Zutaten wie Früchte oder andere Aromastoffe, Wasser, Zucker, und entweder Molke oder eine Starterkultur.

Hindu-Limonade. Anstelle von gekaufter Limonade vollgepackt mit Zucker, probiere ein fermentiertes Getränk namens Hindu-Limonade herzustellen. Das einfache Rezept beinhaltet Molke, Zucker, Wasser und Zitronen (oder Limetten für Limonenwasser).

Rejuvelac. Rejuvelac ist ein Getränk das durch die Fermentation von Getreidekeimlingen entsteht. Man muss die Getreidekörner einfach nur in Wasser einlegen und auf die Fermentation warten. Du kannst eine beliebige Getreideart verwenden: Roggen, Weizen, Hafer, Gerste, Quinoa oder andere. Zusätzlich zu den Probiotika ist dieses Getränk auch reich an Vitaminen, da beim Prozess die Körner zu keimen beginnen.

Naturjoghurt. Obwohl es technisch gesehen kein Getränk ist, ist Joghurt ein fermentiertes Produkt das dich mit Probiotika versorgt. Es ist eine tolle Zutat für deinen Smoothie. Du kannst dein eigenes Joghurt machen oder es kaufen. Entscheide dich für Vollfett-Joghurt und vermeide aromatisiertes Joghurt (enthalten oft sehr viel Zucker).

Denk daran dass die oben genannten Getränke, obwohl fermentiert, nicht alkoholisch sind. Die meisten können kleine, unbedeutende Mengen an Ethanol enthalten. Sie sind aber geeignet für Menschen aller Altersgruppen.

Wenn du dich mehr über fermentierte Getränke informierst und Rezepte suchst, wirst du vielleicht über Behauptungen stolpern, dass diese schädlich sein können. Ein Risiko sollen Infektionen durch schädliche Mikroorganismen sein, die die Probiotika-Kulturen verunreinigen, die zur Herstellung verwendet werden. Immer wenn du mit Bakterien und Hefe arbeitest solltest du vorsichtig sein. Aber die Risiken beim Brauen eigener fermentierter Getränke sind sehr gering. Achte einfach darauf alle Küchengeräte die du verwendest zu sterilisieren, um eine Verunreinigung zu vermeiden. Kauf außerdem Starterkulturen nur von seriösen Quellen.

Fermentierte Getränke gibt es schon seit Tausenden von Jahren in Kulturen auf der ganzen Welt. Es gibt einige herrlich prickelnde und schmackhafte fermentierte Getränke im Handel, die du auch selbst zu Hause herstellen kannst. Die Aromen und die ernährungsphysiologischen Vorteile dieser Getränke sind eine ideale Ergänzung zu deinen täglichen Smoothies. Bau sie in deine Lieblingsrezepte ein, um deiner Gesundheit etwas Gutes zu tun.

Es gibt viele gute Gründe, warum du deine eigenen fermentierten Getränke herstellen solltest. Es ist billiger, das Endprodukt enthält mehr Probiotika, du kontrollierst das Ergebnis (Geschmack und Konsistenz), und es macht Spaß! Wenn du ganz neu anfängst, dann such dir etwas Einfaches aus, zum Beispiel Kefir, und leg los!

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Bleibt das Folter-Regime bestehen und kann der Betroffene nicht ins Ausland fliehen, gerät er ohnehin in "Freiheit ohne Freiheit". Er darf nicht anklagen, sich nicht einmal beklagen, muss schweigen und dulden, weil er sonst erneut inhaftiert und gefoltert wird. Auch die Angehörigen und Freunde müssen schweigen und geraten damit in eine seltsame Komplizenschaft mit den Folterern, die sie erheblich belastet. Deshalb reagieren nicht wenige mit Unbehagen, Rückzug, ja versteckten Anklagen oder Aggressivität.

Kann das Opfer ins Ausland fliehen, wird es zum Asylanten. Das wirft Probleme eigener Art auf, wie jeder weiß, der sich mit solchen Schicksalen beschäftigt.

Aber selbst wenn das Regime stürzt oder abgelöst wird und die Opfer als ehemalige Widerstandskämpfer zum Helden und Idol emporwachsen könnten, kommen nur wenige auf ihre Kosten. Meist stehen dann andere Probleme im Vordergrund, z. B. Wiederaufbau, Demokratisierung, neue Allianzen. Für eine Reflexion über das Vergangene bleibt oftmals keine Zeit mehr - oder Lust. Letztlich betrachten sich jetzt alle Bürger als Opfer. Die Haltung der Bevölkerung z. B. gegenüber den Widerstandsopfern ist eher ambivalent. Das scheint in allen Nationen ähnlich zu sein. Schließlich erinnert es an das, was war (und an was man sich angepasst hat, z. B. auch aus Mangel an Mut). Es scheint ein generelles Phänomen zu sein, dass die Opfer eines autoritären Regimes nicht beliebt sind, da sie das schlechte Gewissen der schweigenden Mehrheit wach halten.

Außerdem spielen hier auch psychologische Faktoren eine Rolle: Als Widerstandskämpfer hebt man sich aus der Masse heraus, wird wegen seines Mutes bewundert, kann sich in einer Tradition von historischen Helden fühlen. Das spendet Kraft und Identität. Wenn nach dem Fall des Regimes die Restauration einsetzt, fällt diese Aura weg und man wird Teil der großen Masse.

Danach kommt man in einer - inzwischen vielleicht pluralistisch gewordenen - Gesellschaft nur noch dann zu seinem Recht, wenn man seine Interessen organisiert und lautstark zur Geltung bringt. Interessanterweise verstehen das die Interessenverbände der ehemaligen Täter in vielen Fällen besser als die der Opfer, die sich bestenfalls in untereinander zerstrittenen Opferverbänden organisieren - und vor allem an Mitgliederschwund leiden. Das verbittert. Das "Danach" ist deshalb oft nicht das, was man sich erhofft hat. Eher eine fortgesetzte Demütigung oder gar Qual auf anderer Ebene.

Eine Nichtanerkennung der Folter und ihrer Folgen ist eine erneute Traumatisierung, wobei sich die Gesellschaft in den Augen des Betroffenen eher auf die Seite des Täters stellt, indem sie das Vorgefallene leugnet oder verharmlost. Auch die Straffreiheit für die Täter eines Unrechts-Regimes, d. h. die Nachricht von der Freisprechung ehemaliger Schergen durch die Justiz des inzwischen wieder demokratisch gewordenen Landes führt deshalb zu heftigen Reaktionen unter den überlebenden Opfern. Verurteilungen sind dafür ein Stück Gerechtigkeit und Genugtuung. Selbst wenn die Straffreiheit juristisch fundiert ist, aus welchen Gründen auch immer, treibt sie die Betroffenen in Unverständnis, Resignation und ohnmächtigen Zorn, auch wenn man es zu verstehen versucht ("wir haben Gerechtigkeit gewollt und den Rechtsstaat bekommen").

Eine absolute Gerechtigkeit kann es offenbar nicht geben. Der Prozess zur Bewältigung vieler Traumen ist nicht frei von menschlichen Tragödien, wie man sie ansonsten aus jedem Drehbuch streichen würde, "weil es in dieser Form unrealistisch ist. ". Das gesellschaftliche Klima geht in Richtung Verdrängung und Verleugnung," damit wieder Ruhe einkehrt". Für die breite Masse mag es besser sein, was die allgemeine Gemütsruhe anbelangt und den Wiederaufbau stimuliert. Für die Betroffenen ist es ein fortwährender Stachel im Fleisch.

Therapie und Rehabilitation - ein mühevolles Unterfangen

Dennoch gilt es eine Basis zu schaffen, die die Opfer davor bewahrt, in jenen Abgrund zu stürzen, in den die Folter sie schon einmal fallen ließ. Dies ist besonders wichtig für jene Betroffenen, die einer ganz anderen Kultur angehören. Hier ist das allgemeine und behördliche Unverständnis auch am größten (und am leichtesten?). Hier wird auch gerne mit schlichten Argumenten pariert, bis hin zur Verdächtigung einer Selbstverstümmelung oder rituell zugefügten Wunde bei Narben, die man sich nicht anders erklären kann oder will.

Hier sind auch die "modernen", psychologisch angesetzten Foltermethoden am wirkungsvollsten, weil sie am wenigsten nachempfunden und bewiesen werden können. Hier gilt auch der an sich absurde Satz: Je größer die geschilderte Ungeheuerlichkeit, desto stärker der Eindruck der Unglaubwürdigkeit. Das ist die Tragik vieler Opfer und darauf spekulieren auch die Folterer ("man wird sie für verrückt halten. ").

Je vielfältiger das Beschwerdebild und seine Ursachen, desto schwieriger gestaltet sich auch die Behandlung. Viele (die meisten?) Betroffenen suchen überhaupt keine Behandlung auf, weil sie fürchten, mit der Wiederbelebung der früheren Erlebnisse nicht fertigzuwerden. Andere wären zwar für eine Behandlung oder zumindest Betreuung dankbar, doch finden sie niemand, der dafür ausgebildet ist und sich dieser schweren Aufgabe stellt. Auch darf man nicht vergessen, dass eine Heilung praktisch unmöglich ist. Das therapeutische Optimum ist eine Linderung der seelischen, körperlichen und psychosozialen Probleme, um wieder ein halbwegs lebenswertes Leben aufnehmen zu können.

Die vielfach geübte Behandlung mit psychotropen Pharmaka (meist Beruhigungs-, Schlaf- und Schmerzmittel) führt - für sich alleine praktiziert - auf Dauer nur zu unbefriedigenden Ergebnissen. Sie ist aber auch nicht völlig falsch, besonders wenn sonst keine Therapiemöglichkeiten zur Verfügung stehen und auch in begründeten Fällen als zweite Behandlungssäule sinnvoll. Wichtiger sind jedoch eine spezifische Psychotherapie sowie entsprechende soziotherapeutische Korrekturen und Hilfen.

Einzelheiten würden hier zu weit führen, doch gelten als Grundzüge der Behandlung: 1. wissendes Zuhören, was die individuellen Probleme anbelangt; 2. Therapie der Angst und der mit ihr assoziierten Störungen (siehe seelische und psychosoziale Folter-Folgen) und 3. Wiederherstellung der Persönlichkeit.

Allein der Umstand, dass der gepeinigte Patient weiß, dass ein kundiger Therapeut seine Leidensgeschichte kennt und vor allem anerkennt, also auch die Folgen und Spätfolgen als solche wahrnimmt und verfügbar bleibt, wenn der Betroffene (wieder einmal) mit seinen seelischen und körperlichen Reserven am Ende ist, dass er zu jemand über das Unaussprechliche sprechen kann, dass auch die weiteren Alltags-Konsequenzen akzeptiert werden (zwischenmenschlich, partnerschaftlich, beruflich), bietet eine gewisse Gewähr, für den Rest des Lebens noch ein halbwegs menschenwürdiges Dasein gesichert zu sehen.

Allerdings gibt es nur wenige Aus-, Weiter- und Fortbildungsmöglichkeiten und vor allem Behandlungszentren für die dafür erforderlichen Ärzte, Psychologen, Sozialarbeiter, Schwestern, Pfleger, Krankengymnasten, Ergotherapeuten usw.

In Deutschland haben bisher nur wenige Behandlungszentren für Folteropfer ihre Arbeit aufgenommen, z. B. Berlin, München, Ulm. Daneben gibt es eine Reihe von Experten, die an Universitäts- und sonstigen Kliniken arbeiten, dafür aber nicht hauptamtlich eingesetzt werden. Die spezialisierten Behandlungszentren wiederum müssen meist ständig um ihre Existenz bangen, auch wenn sie von Ministerien, UNO, EU, vom Roten Kreuz, von Firmen, Stiftungen, Privatpersonen usw. unterstützt werden. Zwar ist seitens entsprechender Institutionen (UNO, Europäisches Parlament, Bundesärztekammer, Deutsches Rotes Kreuz usw.) einiges in Bewegung geraten, doch hat das Problem eben nicht nur humanitäre, sondern auch politische Dimensionen, die sich bekanntermaßen nicht immer ideal ergänzen.

So ist und bleibt die Betreuung von Folter-Opfern vor allem eine menschliche Aufgabe jedes Einzelnen von uns. Bedarf besteht.

An Fachliteratur mangelt es eigentlich nicht, auch nicht an allgemeinverständlichen Darstellungen (siehe unten). Eher an Interesse. Wer will sich schon - und vor allem auch dauernd - mit so etwas belasten. Am ehesten noch nach spektakulären Ereignissen, z. B. Kriege, Revolutionen, Militärputsche, Vertreibungen, ggf. Einzelschicksale. Aber eben stets medien-geleitet, d. h. kurzfristig, spektakulär - und dann wieder abflauend bis völlig übergangen ("Schnee von gestern").

Nachfolgend deshalb nur einige wenige deutschsprachige Literaturhinweise aus früherer Zeit (z. B. KZ-Folgen) sowie aktuellere Titel (gute Literaturübersichten bei den jeweiligen Behandlungszentren für Folteropfer, z. B. Berlin, München, Ulm).

Amnesty International: Wer der Folter erlag. Fischer-TB-Verlag, Frankfurt 1985

Arce, L.: Die Hölle. Verlag Hamburger Ed, 2001

Baeyer, W. v. und Mitarb.: Psychiatrie der Verfolgten. Springer-Verlag, Berlin-Göttingen-Heidelberg 1964

Behnke, K., J. Fuchs (Hrsg.): Zersetzung der Seele. Rotbuch-Verlag, Hamburg 1995

Faust, V.: Die chronische reaktive Depression. Gesundheitsschäden nach Gefangenschaft und Verfolgung. In: V. Faust, G. Hole (Hrsg.): Depressionen. Hippokrates-Verlag, Stuttgart 1983

Fischer, G., P. Riedesser: Lehrbuch der Psychotraumatologie. Reinhardt-Verlag, München 1998 (dort ausführliche neue Literaturhinweise)

Graessner, S. und Mitarb.: Folter. Verlag C.H. Beck, München 1996 (hier ausführliches Literaturverzeichnis)

Hepker, W.-W.: Spätfolgen extremer Lebensverhältnisse. Springer-Verlag, Berlin-Heidelberg-New York 1974

Herberg, H. J. (Hrsg.): Spätschäden nach Extrembelastungen. Nicolaische Verlagsbuchhandlung, Herford 1971

Matussek, P. und Mitarb.: Die Konzentrationslagerhaft und ihre Folgen. Springer-Verlag, Berlin-Heidelberg-New York 1971

Niederland, W. G.: Folgen der Verfolgung. Das Überlebenden-Syndrom - Seelenmord. Suhrkamp-Verlag, Frankfurt 1980

Paul, H., H. J. Herberg: Psychische Spätschäden nach politischer Verfolgung. Karger-Verlag, Berlin-New York 1967

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Mehr Personal für Krankenhäuser und Altenheime!

  • Demonstration für mehr Personal
    in Krankenhäusern und Altenheimen
    am 20. Juni 2018 ab 11.00 Uhr
    am Düsseldorfer Hauptbahnhof.

240.000 Berliner sind derzeit erkältet, Hausärzte haben viel zu tun und auch in Unternehmen machen sich die Ausfälle bemerkbar.

Weihnachtszeit ist Erkältungszeit – das zeigt eine Umfrage des in Berlin ansässigen Robert-Koch-Instituts (RKI). Auf der Online-Plattform „GrippeWeb“ können Menschen bundesweit jede Woche dem Institut melden, ob sie eine Erkältung haben. Vergangene Woche hatten rund sieben Prozent der Teilnehmer eine Atemwegserkrankung, also Husten, Schnupfen und Halsschmerzen, gemeldet.

Für Berlin bedeutet das: Rund 240.000 Menschen sind hier zur Zeit erkältet. Das ist laut RKI nicht weiter ungewöhnlich, auch wenn im vergangenen Jahr die Zahlen leicht darunter lagen. „Die Grippewelle hat noch nicht begonnen“, sagt die RKI-Pressesprecherin, Susanne Glasmacher. Das sei meist erst zu Beginn des neuen Jahres der Fall. In Berlin und Brandenburg seien aktuell gut 20 bestätigte Influenza-Erkrankungen gemeldet.

In der Notaufnahmen der Charité ist saisonbedingt ein Anstieg der Patienten zu spüren, heißt es von Seiten des Klinikums. Allerdings sei das so wie in jedem Jahr. Der Hausärzteverband Berlin und Brandenburg kann das bestätigen. „Es sind viele Patienten mit Erkältung in den Praxen und beim Bereitschaftsdienst“, sagt der Landesvorsitzende Wolfgang Kreischer. Auch Magen-Darm-Erkrankungen träten zur Zeit vermehrt auf. Die Erkältungswelle sei aber noch moderat, es gebe keinen Grund zur Sorge. Der Hausärzteverband rechnet damit, dass es schlimmer werden könnte – auch wegen der anstehenden Grippewelle.

„Es beginnt mit Fieber und Gelenkschmerzen“, erklärt Kreischer. „Eine normale Erkältung hingegen fängt mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit an.“ Die Zahlen der Menschen, die sich schon gegen die Influenza-Viren haben impfen lassen, sind laut Kreischer vergleichbar mit den Jahren zuvor.

Die Erkältungswelle macht sich bei den Berliner Unternehmen leicht bemerkbar. „Es sollte nicht heftiger werden“, sagt BVG-Sprecherin Petra Reetz. Rund sieben Prozent der Mitarbeiter seien aktuell krankgeschrieben. Bei 14.000 Angestellten sind das immerhin knapp 1000 Fälle. „Wir haben natürlich genug Reservekräfte, die vor allem sowohl Bus als auch U-Bahn fahren können“, sagt Reetz. Bis die Berliner merken würden, dass viele BVG-Mitarbeiter krank seien, müssten es noch wesentlich mehr Ausfälle geben. Da nächste Woche die Ferien anfingen, gebe es ohnehin weniger Touren.

Auf jeden Fall können die Berliner bedenkenlos Bus und Bahn fahren. Laut Robert-Koch-Institut ist die Ansteckungsgefahr in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zwangsläufig höher. Das Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung veröffentlicht unter www.infektionsschutz.de einfache Hygienetipps, mit denen man sich vor Erkältungen und Grippe-Infektionen schützen kann – und das fängt schon beim Händewaschen an.

Wer hustet und niest, sollte sich nicht die Hand vor das Gesicht halten, sondern ein Taschentuch – mit den Viren und Bakterien in der Hand können andere leicht angesteckt werden. Übrigens gibt es auch im Sommer Erkältungswellen. Allerdings erkranken dann nur um die drei Prozent, haben die Erhebungen der RKI-Plattform ergeben.

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Köln – Der Blick auf den Dom ist wahrscheinlich der größte Standortvorteil. Wer im zehnten Stock des Steigenberger-Hotels aus dem Fenster der Suite schaut, dem liegt die Stadt zu Füßen. „Hier kommt man ja sonst nicht hin, das ist schon beeindruckend“, sagte Charlotte Freimuth, als sie sich am Samstagnachmittag in […]

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Lilly verbindet Fürsorge mit Forschergeist, um das Leben von Menschen auf der ganzen Welt zu verbessern. Über unsere Arzneimittel hinaus wollen wir das Leben der Menschen leichter machen und Ihnen helfen, gesund zu bleiben.

Informieren Sie sich auf den nachfolgenden Seiten über Symptome, Ursachen und Diagnose einzelner Krankheiten sowie deren Behandlungsmöglichkeiten. Außerdem finden Sie Tipps für Patienten sowie Info-Material mit ausführlicheren Informationen zum Download.

Hier finden Sie wichtige Hinweise zu Vorsorgevollmachten.

Eine Vollmacht kann nur erteilt werden, wenn der Vollmachtgeber zu diesem Zeitpunkt voll geschäftsfähig ist! Wer eine Betreuung durch das Betreuungsgericht verhindern möchte, sollte frühzeitig eine Vollmacht (ab Volljährigkeit) erstellen. Krankheit oder Unfall können in jedem Alter eintreten und zur Geschäftsunfähigkeit führen.

  • Für die Erteilung von Vollmachten gibt es nur wenige Formvorschriften. Bei der Verwendung von Vordrucken für Vorsorge- oder Generalvollmachten wird darauf hingewiesen, dass diese gelegentlich nicht anerkannt werden. Es ist nicht immer nachvollziehbar, ob der Vollmachtgeber zum Zeitpunkt der Unterschrift voll geschäftsfähig war, bzw. tatsächlich wusste, was er unterschrieben hat und welche Folgen sich aus seiner Unterschrift ergeben können!

Informationsmaterial zur Vorsorgevollmacht vom Bundesministerium der Justiz (z.B. in Form einer Broschüre) erhalten Sie unter folgenden Links:


Die Betreuungsstelle bietet außerdem regelmäßig Informationsveranstaltungen zu diesem Thema an. Die Termine finden Sie in unserem Veranstaltungsprogramm.

Neues Themenspezial in Bereich MedizInfo®Psychosomatische Medizin: Urologische Erkrankungen in der Psychosomatischen Medizin

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die älter als sechs Monate sind und innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete kommen. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitreisende in Peru.

Achtung:
Die Gelbfieberimpfung ist für das gesamte peruanische Amazonasgebiet vorgeschrieben, der Impfnachweis wird kontrolliert. Bei Nichtbeachtung droht Einreiseverbot, Quarantäne oder Zwangsimpfung.

Hinweis
: Die peruanische Amazonasregion östlich der Anden sowie das Ayacucho-Department im SW (Pavo, Aucarca, El Zancudo) gehören zu den endemischen Gebieten, in denen mit einem Übertragungsrisiko zu rechnen ist. Impfung bei Reisen ins Landesinnere und vor dem Besuch von Dschungelgebieten in ländlichen Regionen unterhalb einer Höhe von 2300 m wird eine Schutzimpfung dringend empfohlen.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Infektionsgebiete befinden sich v.a. in den Departements Amazonas, Ancash, Arequipa, Ayacucho, Cajamarca, Callao, Cuzco, Huanuco, Ica, Junin, La Libertad, Lambayeque, Lima, Loreto, Madre de Dios, Moquegua, Pasco, Piura, Puno, San Martin, Tacna, Tumbes und Ucayali. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.

[3]
Typhus kommt vor, Poliomyelitis nicht. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.

[4]
Regional kann ein hohes Malariarisiko herrschen. Das betrifft v.a. Ein erhöhtes Risiko besteht in den Grenzgebieten zu Ecuador, Kolumbien, Brasilien und Bolivien (v.a. in Loreto, Madre de Dios, Junin, San Martín und Ayacucho). Die gefährlichere Form Plasmodium falciparum (Malaria tropica) kommt zu 15%, die weniger gefährliche Form Plasmodium vivax (Malaria tertiana) zu 85 %. Die übrigen Regionen haben ein sehr geringes oder kein Malaria-Risiko. Lima und das Anden-Hochland sind malariafrei.
Ausreichenden Schutz bieten langärmelige Kleidung und Mückenschutzmittel. In den Grenzgebieten zu den Nachbarländern empfiehlt sich zusätzlich eine Notfallmedikation.

[5] Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen), die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden. Daher ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Trinkwasser ist normalerweise gechlort und relativ sauber, es können jedoch u. U. leichte Magenverstimmungen auftreten. Für die ersten Wochen des Aufenthalts wird daher abgefülltes Wasser empfohlen, welches überall erhältlich ist. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Das Trinkwasser außerhalb der größeren Städte sollte vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden.

Milch ist nicht pasteurisiert. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollte man außerhalb der Städte meiden. Fleisch- und Fischgerichte sollten gut durchgekocht und heiß serviert werden. Den Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte man vermeiden. Gemüse nur gekocht und Obst geschält essen. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.

Die medizinische Versorgung im Lande ist nur in teuren Privatkliniken mit Europa zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und / oder hygienisch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Medizinische Behandlungen müssen sofort bezahlt werden.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Chagas-Erkrankungen werden durch Raubwanzen, die landesweit vorkommen, herbeigeführt. Bei Übernachtungen in einfachen Hütten und im Freien empfiehlt sich ein Insektenschutz mit Moskitonetzen.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Fleckfieber tritt v.a. in den Slums in höheren Lagen auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

In Lagen über 2500 m tritt häufiger die gelegentlich auch tödlich endende Höhenkrankheit durch zu schnellen Aufstieg auf. Sie wird meist erst nach 24 Stunden oder später in der Höhe bemerkbar. Symptome sind schlechter Schlaf, Kopfschmerz, Schwindel, Erbrechen und zunehmende Luftknappheit. Verschwinden die Symptome nicht durch eine längere Pause, sollte unter eine Höhe von 2000 m abgestiegen werden.

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Mexikanische Ernährungsexperten sprechen schon von einer „Fett-Epidemie“. Vier von fünf übergewichtigen, mexikanischen Kindern werden laut ihrer Einschätzung auch bis zum Lebensende dick bleiben. Besonders betroffen sind junge, arme und im Sitzen arbeitende Menschen. Als direkte Folge des ungesunden Ernährungsstils ist aktuell einer von sechs Mexikanern Diabetiker.

Grund für das Übergewicht: Mexikaner lieben US-amerikanisches Fast Food (Burger, Pommes) und auch ihre eigenen landestypischen Spezialitäten, die meist Maismehl, Käse, Fleisch und fette Saucen beinhalten (Tacos, Quesadillas, Tamales).

Zweifelhaftes Symbol für Mexikos unrühmliche Spitzenstellung in puncto Übergewicht: Manuel Uribe, lange Zeit dickster Mensch der Welt. Unglaubliche 597 Kilo soll der Mexikaner auf die Waage gebracht haben, im Februar 2012 wog er nach verschiedenen Operationen und strenger Diät „nur“ noch 200 Kilo.

Übrigens: Der BMI wird von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen. Allerdings lässt er Geschlecht, Alter, Statur außer Acht. Er ist nur für Menschen mit durchschnittlichem Körperbau geeignet, da er nicht zwischen Fett- und Muskelmasse unterscheidet.

Er ergibt sich aus der Gleichung Körpergewicht geteilt durch die Körpergröße zum Quadrat. Wiegt jemand bei einer Größe von 1,75 Metern 70 Kilo, heißt die Rechnung 70/(1,75 x 1,75) = 22,85.

Ein BMI zwischen 18,5 und 25 entspricht dem Normalgewicht, mit einem BMI von 25 bis 29 gelten Sie als übergewichtig, ab 30 Punkten sprechen Experten von Fettleibigkeit.

Teil 1 der neuen BILD-Ernährungsserie: TV-Koch Christian Rach („Rach deckt auf“) über Fast Food, Essen vom Discounter und den schnellen Hunger.

Im 2. Teil der BILD-Serie erklärt Sternekoch Alfons Schuhbeck, warum Salz und Zucker Drogen sind und Gewürze wie Medizin wirken.

Ernährungsexperte Sven-David Müller erklärt, warum wir fettiges Essen lieben und zeigt, wie wir kalorienärmer kochen.

Nicht immer haben wir das auf dem Teller, was uns die Verpackung oder die Werbung versprechen.

Letzter Teil: Holger Stromberg, Koch der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft, klärt über 16 große Ernährungsmythen auf.

Manuel Uribe war einst der dickste Mann der Welt. Dann nahm er mit Hilfe der Zone-Diät (auch Sears-Diät) innerhalb von fünf Jahren 365 Kilo ab. Jetzt ist der Mexikaner im Alter von 48 Jahren verstorben. Ob sein Tod auch auf das radikale Abnehmprogramm zurückzuführen ist, lässt sich so leicht nicht klären. Bedenklich ist die Zone-Diät aber durchaus.

Uribe wog zu seinen schlimmsten Zeiten 561 Kilogramm und wurde damit als schwerster Mann der Welt ins Guinness Buch der Rekorde aufgenommen. Fünf Jahre lang konnte er sein Haus nicht verlassen, bis zuletzt war er an sein mit Stahl verstärktes King-Size-Bett gefesselt. Mit diesem wurde jetzt auch seine Leiche ins Krematorium gebracht.

Den immensen Gewichtsverlust verdankte Uribe einer Diät, die sein Arzt Barry Sears entwickelt hatte. 2012 wog Uribe dadurch angeblich "nur" noch knapp 200 Kilo. Allerdings nahm er in den darauffolgenden zwei Jahren offenbar wieder extrem zu: Mit einem Gewicht von 394 Kilo wurde er vor einigen Wochen wegen Herzrhythmusstörungen per Kran ins Krankenhaus im mexikanischen Monterrey gebracht. Dort verstarb er jetzt an seinem Herzleiden und Flüssigkeitsverlust in den Beinen.

Die Zone- oder Sears-Diät setzt auf einen niedrigeren Kohlenhydratanteil zugunsten eines höheren Eiweißanteils in der Ernährung. Während die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) einen Kohlenhydratanteil von 45-60 Prozent der Gesamtenergieaufnahme empfiehlt, beträgt er bei der Zone-Diät nur 40 Prozent.

Sears teilt Kohlenhydrate außerdem in günstige und ungünstige ein. Günstige Kohlenhydrate wie beispielsweise Äpfel lassen den Insulinspiegel nach Meinung des Arztes weniger stark ansteigen als die ungünstigen, zu denen Kartoffeln, Vollkornbrot oder Bananen zählen.

Diese Einteilung wird von vielen Ernährungsexperten kritisch beurteilt, da das Ansteigen des Insulinspiegels von vielen weiteren Faktoren abhängt, zum Beispiel von der Zubereitungsart. Des Weiteren ist der Einfluss auf die Gewichtsabnahme höchst umstritten.

Auch die deutlich erhöhte Eiweißzufuhr ist kritisch zu bewerten. Die DGE rät, dass 10-15 Prozent der täglichen Kalorien aus Proteinen bestehen sollten, die Zone Diät empfiehlt mit 30 Prozent doppelt so viel. Erhält der Körper jedoch mehr Proteine, als er braucht, werden die Nieren belastet – vor allem, wenn gleichzeitig nicht viel Wasser getrunken wird. Auf Dauer kann das krank machen.

Im Schnitt werden bei der Zone Diät 780 bis 1.716 Kilokalorien aufgenommen. Viel zu wenig, wenn es nach der Standardtherapie von Adipositas, also extremem Übergewicht, geht. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) sollte man mäßig abspecken: Täglich werden etwa 500 Kilokalorien (also ein Fünftel bis ein Siebtel des durchschnittlichen Bedarfs eines Erwachsenen) eingespart – durch weniger Fett, aber auch weniger Kohlenhydrate und Eiweiß.

Durchschnittlich werde dadurch eine Gewichtsabnahme von nur etwa 5 Kilo innerhalb von 12 Monaten erreicht. Dafür zeige diese Diät langfristig Wirkung - und sie verlaufe weitgehend nebenwirkungsfrei. Die Vermutung liegt nahe, dass dieses Ernährungsprogramm auch für Manuel Uribe die bessere Alternative gewesen wäre.

Welchem Politiker kann ich eine Mail schreiben, um den Naturschutz zu fördern? Was kann ich selbst tun?

Ein Leben, in dem ich komplett frei und unabhängig von allen anderen bin. Ist sowas überhaupt in diesem System möglich? Ich hab ein durchschnittliches Fachabi. Das ist meine einzige Qualifikation. Ich pass keineswegs in diese 9 to 5 Jobs, um mir dann 2 mal im Jahr Urlaub zu nehmen. Da ich sehr jung und attraktiv bin, muss ich daraus irgendetwas machen. Soll ich modeln gehen? Ich bin extrem sportlich. Was kann ich da beruflich machen? (Keine lächerlichen 9 to 5 Jobs) Ich glaube, dass ich recht viele Talente habe, sie nur noch nicht so richtig entdeckt habe. Ich werde noch wahnsinnig. Ständig denke ich an meine Zukunft. Alles soll perfekt laufen. Dann der Druck von außen. Ich will nicht versagen. Mein größter Reichtum ist gegenwärtig meine Fitness und Gesundheit. Ich hab nicht so viel Geld wie diese ganzen anderen Anzugträger, die hässlich sind und sich nicht im eigenen Körper wohlfühlen. Sie suchen ihr Glück im Äußeren. Durch materielles. Doch Geld ist nur das Mittel zum Zweck. Papiergeld kehrt auch bald zu seinem ursprünglichen Wert zurück, nämlich Null. Ich muss mein Glück im Inneren finden. Das gibt es bei mir z.B. durch Fitness, Schlaf, gesunde Ernährung, Sex, gute Musik und Gesellschaftsspiele. Wie soll ich weitermachen? Soll ich reisen? Work&Travel? Mein Leben braucht Sinn!

ich hatte vor knapp drei Jahren eine feste Beziehung mit einem Mädchen aus meiner damaligen Schule, wir haben uns auf dem ersten Blick gut verstanden, und haben Gefühle für einander entwickelt sowie uns anschließend in einander verliebt. Die Beziehung war von 2014 bis 07.2015. Also Abschluss gemacht, und weg war ich. Der Grund der Trennung war: teilweise andere Ziele, Ansichten vom Leben(Kinderwunsch usw.) Ich habe Schluss gemacht. Heute bereue ich meine Entscheidung, war es doch ein Fehler Sie zu verlassen?(Frage ich mich da) Die Lehrer in meiner damaligen Schule haben es auch als Liebes Romanze bezeichnet. Wir hatten bis heute keinen direkten Kontakt, waren aber weiterhin über Facebook befreundet.

Was kann man da machen, um wieder Vertauen aufzubauen? Wie sollte ich mich Verhalten ihr gegenüber?

Ich habe mich heute für unsere Gemeinsame zeit bedankt und mich entschuldigt wie ich damals Schluss gemacht habe. (über Facebook) und ihr geschrieben das ich noch manchmal in Ruhigen Momenten an sie denken muss. Sie hat mir zurück geschrieben und wir sind ins Gespräch gekommen.( fast schon wie damals) Man sagt ja immer, schließe mit deiner Vergangenheit ab, aber irgendwie kann ich mit diesen Teil nicht abschließen.

Ich glaube ich habe noch Gefühle für das Mädel. Haben wir noch eine Chance?

Danke für eure Antworten, schon mal im voraus.

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Für Interessierte gibt es auch noch hier noch die Liste in Österreich verfügbarer Impfstoffe 2010 und den österreichischen Impfplan 2015 als PDF.

Folgende Impfungen sind sowohl im Kindes- als auch im Erwachsenenalter relevant.

Informationen zu den Bildungsplänen 2004 bis 2015

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